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Mittwoch, 18. April 2012

Sword & Sworcery

picture by: www.microcosmologist.com



Pixelnerds hergehört!

Das kleine pixelige und auch nicht gerade teure Stück Indie-Spielesoftware mit eigentlichem Namen "Superbrothers Sword & Sworcery: EP" gibt's jetzt auf Steam für ungefähr 6 €. Das Ding ist aber gar nicht so neu, sondern erschien vor knapp einem Jahr und einem Monat bereits auf dem iPhone / iPad. Steuerungstechnisch merkt man auch deren "Tap"-, "Drag"- & "Multitouch"-Ursprünge an: so haltet ihr entweder die Maustaste gedrückt, um den mittelalterlich Schwert-schwingenden Helden bzw. später auch Heldin durch die unheimlich liebevoll designte Pixel-Treppchen-Welt zu manövrieren oder doppel klickt einfach am Rande eines Screens, um die Figur dorthin zu navigieren.

Obwohl euch das Spiel von der Story her weitestgehend verwirrt und den einen oder anderen durch das etwas gehobenere Englisch zusätzlich im Dunkeln lässt, macht es zunächst Spaß die recht kleine 2D-Welt stets von links nach rechts zu erkunden. Das Game lässt euch außerdem hier und da ausprobieren anstatt euch sämtliche Dinge vorzukauen - das ist mitunter sehr unterhaltsam, doch stört es trotz des scheinbar hilfreich seienden Tagebuchs, was nicht eigene Einträge, sondern die der anderen NPCs (obwohl diese mehrere Screens weiter weg sind) beinhaltet und mitten im Wald beispielsweise einfach so vervollständigt. Den Umfang der Spielewelt habt ihr in den ersten 10 Minuten erfasst, lauft aber die volle erste Stunde da herum. Ob und wie lange das noch so weiter geht, vermag ich mir nur auszudenken - für mich ist nämlich klar: runter mit der Schlaftablette von meiner Festplatte!

Ganz so schlimm ist es aber nicht, immerhin schafft es das Spiel insbesondere audiotechnisch sehr zu begeistern - so ergießen sich einige Klickrätsel sehr in musikalischen Gelagen und auch hier oder dort fließt ein Track von Jim Guthrie zum Besten ein. Passend zur Atmosphäre / Geschehen ist es definitiv einen "Lauschangriff" bzw. Kauf wert. Einfach mal ► hier reinhören!
Alles andere, besonders die auf's Timing getrimmten Kampfszenen (beim Triangle-Endboss war's mir dann vom Scheitern und Herumlaufen genug) ist grooooooooooooße Geschmackssache.
Es gibt wenig NPCs zum Quatschen (Textblasen, keine akustische Sprache) - keine Dialogoptionen und ein fast nie gefülltes Inventar. Ein roter Faden ist auch nie erkennbar - es ist bloß faszinierend herauszufinden warum dort eben dies oder jenes passiert - und wo ich als Nächstes hingehen muss, DAMIT etwas passiert.

Bitte auf YouTube-Selbstrecherche-Basis informieren und gegebenenfalls erwerben.
Ich rate zur Vorsicht!



Fazit:
Seeeeeeeeeeeehr Geschmackssache. Audiovisuell eindeutig überzeugend - besonders die Kunst mitten in reinen Pixeln so eine bezaubernde Atmosphäre zu erleben, wirkt. Dass man aber planlos durch immer wieder die selben Szenarien läuft und das Spiel es irgendwie nie richtig schafft den Spieler zu packen, vermiest dann doch das Erlebnis ein bisschen.
Kaufempfehlung nicht ausgeschlossen - bitte selbst Bildmaterial vorab anschauen!

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